Auf den Spuren von Napoleon und den korsischen Hirten

Unser diesjähriger Freundinnen-Ausflug sollte mal was ganz Anderes werden. Jedes Jahr sind wir für eine Woche gemeinsam ohne Männer on Tour. Wir, das sind vier ehemalige Schulfreundinnen, heute in alle Winde verstreut. Diese Woche ohne Männer ist unser persönliches Highlight und deshalb waren wir um so skeptischer über den ersten Vorschlag “Wanderurlaub auf Korsika”. Schließlich ist diese Insel nicht gerade so bekannt. Ich kenne sie nur aus Erzählungen meines Ex von seinem Taucherurlaub. Also war gute Planung vorab unabdingbar.

Bei der Ankunft war das Wetter etwas durchwachsen. Aber bereits einige Stunden später lernten wir den besonderen Reiz dieser Mittelmeerinsel kennen. Hier gibt es keine angelegten Wanderrouten, aber das scheinbare Querfeldein der Trampelpfade korsischer Hirten ( hatten wir uns im Internet auserkoren ) war ein völlig neues Lauferlebnis. Gutes Schuhwerk ist hier unbedingt erforderlich. Die Landschaft von Korsika ist so wild und ursprünglich. Die Wanderungen durch Gebirge und vorbei an glasklaren Bergseen haben wir zunächst als geführte Tour gebucht. Das erschien uns beim ersten Besuch auf Korsika einfach sicherer. Und auf diesem Weg hatten wir auch den Vorteil, dass unser Führer Kontakt zu Einheimischen ermöglicht hat.
Für geübte Wanderer wird der 150km lange Fernwanderweg GR 20 gerühmt, den wir allerdings nicht gegangen sind. Unsere Wege führten uns an den Küsten entlang, wo wir die fantastische Steilküste bei Bonifacio bewundert haben. Ganz toll war auch Ajaccio. Hier wurde Napoleon geboren und wir sind seinen Spuren gefolgt.

Korsika war eine Reise wert. Für die unzähligen Wanderwege kann man getrost mehr als zwei Wochen planen oder einen weiteren Besuch im nächsten Jahr.

Autor: Jenny aus Duisburg

 

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