Der Hochseilgarten – mehr als eine Touristenattraktion

Vom militärischen Trainingsparcours zum beliebten Freizeitspaß
Im Zweiten Weltkrieg hangelten sich noch britische Soldaten durch den Hochseilgarten. Später wurde er in den USA überwiegend von Outdoorfreaks zum Konditionstraining genutzt. Und heute ist der Hochseilgarten ein beliebtes Freizeitangebot für Jung und Alt. In schwindelnden Höhen über Seile und Brücken balancieren, über Abgründe schwingen oder auf verschiedenste Art rutschen, kriechen und klettern garantiert für den absoluten Adrenalin-Kick und eine Menge Spaß obendrein. Ziel dabei ist es, die eigenen Grenzen auszutesten und gegebenenfalls auch über sich hinaus zu wachsen. Vieles, was dort gefordert wird, sieht auf den ersten Blick unmöglich aus. Um so größer ist der Stolz nach der erfolgreich gemeisterten Aufgabe.
Mit Teamwork gegen Ängste und Aggressionen!
Dieses Prinzip machen sich inzwischen neben der Tourismusbranche auch viele Pädagogen und Therapeuten zunutze. In pädagogischen Seilgärten liegt der Schwerpunkt allerdings nicht auf dem hohen Unterhaltungswert und den Herausforderungen mit Nervenkitzel. Die therapeutischen Versionen legen viel größeren Wert auf Teamwork und Zusammenarbeit. Viele Aufgaben sind hier nur lösbar, wenn ein Team gemeinsam Hand anlegt. Das trainiert viele wichtige Fähigkeiten im täglichen Miteinander. Von der Koordination im Team über Gruppendynamik bis hin zum Vertrauen des Einzelnen in die Gruppe. Auch loslassen und sich anderen Menschen anvertrauen können gehört dazu.
Damit ist ein Hochseilgarten viel mehr als nur eine Touristenattraktion, denn er fördert auf jeden Fall das Miteinander und das Selbstvertrauen – egal, ob es sich dabei um einen touristischen oder therapeutischen Aufbau handelt.

Autor: Philip aus Kassel

 

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