Kitesurfen auf Fuerteventura: Im Rausch der Geschwindigkeit

Ich war Kitesurfen auf Fuerteventura. ‚Super’, mag sich nun manch einer denken, ‚Was ist daran so toll?’. Das Gefühl ist es. Ich gehörte immer zu den Leuten, für die Urlaub einfach die Zeit der Erholung ist und ich wollte dann nicht auch noch Sport treiben – schon gar nicht im Wasser. Doch dann sah ich auf Fuerteventura ein Wahnsinnsangebot für ein Kitesurfing-Angebot und schlug zu. Als leidenschaftlicher Fallschirmspringer wollte ich nun herausfinden, wie es ist, sich auf dem Kiteboard mithilfe eines Windschirms zu bewegen und Tricks zu versuchen.
Anfangs fiel ich häufig ins Wasser und stand kurz vor dem Aufgeben. Doch dann kam der Tag, an dem ich auf dem Brett blieb und wirklich und wahrhaftig Kitesurfen auf Fuerteventura war. Mein Lehrer riet mir, für meine ersten Alleingänge als Kitesurfer die Bucht von Costa Caleta, an der Costa Calma oder an der Playa de Matorral zu nehmen. Hier würden die besten Bedingungen für Kitesurfer herrschen. Der Nordost-Passat sorgt für ideale Wetterbedingungen. Tiefdruckgebiete sind hier auch kaum vorhanden. Das Paradies für Kitesurfer also.
Ich nahm mir also mein Brett und Windschirm und warf mich ins Wasser. Ich spürte, wie sich der Wind in meinem Schirm schob und anfing, mich übers Wasser zu ziehen. Vor meinen Augen zogen die sanft geschwunden Bergformationen Fuerteventuras vorbei, die ungebremst die Kraft des Passats durchließen und mir genug Wind gaben, um in mörderischer Geschwindigkeit über das Wasser zu fegen. Irgendwo wollte ich mehr. Ich erkundigte mich, wo das wahre Kitesurfing-Paradies für Profis sei und wurde zu den Spots von Corralejo geschickt. Hier erlebte ich das ganze Feeling von Freiheit, Geschwindigkeit und Gefahr. Ich werde das Gefühl nicht vergessen, über das blaue Wasser des Atlantischen Ozeans zu fliegen und eins mit der Naturgewalt des Ozeans zu sein.

Autor: Jan aus Cuxhaven

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