Klettern im Flachland: Hamburg macht´s vor
Mein Gesicht war wohl Gold wert, als ich als Geschenk zum Jubiläum einen Gutschein “Klettern in Hamburg” in den Händen hielt. Als Rheinhessin ist, beziehungsweise war Hamburg einfach nur flach. Wo bitteschön sollte man da klettern? Im ersten Augenblick dachte ich an ein Scherzpaket Marke “Versteckte Kamera”. Aber man hat mich eines Besseren belehrt!
Natürlich hat Hamburg sich mittlerweile keine Berge wachsen lassen. Soviel nur vornweg. Obwohl es erstaunlicherweise vor Ort eine Sektion des deutschen Alpenvereins mit eigener Kletterwand gibt. Und was nun die Möglichkeiten des Climbings angeht, ist Hamburg alles andere als “hinterm Berg”.
Am Tag unserer Ankunft haben wir erst mal Hamburg besichtigt und wie erwartet: keine Berge! Am nächste Tag war dann der Termin im Stadtteil St. Pauli zum großen Aufstieg. Nur, wer geglaubt hatte: ran an die Wand und losgeht´s, der wurde erst mal elegant gebremst. Safety first heißt die Devise und vor dem Spaß (beziehungsweise Schweiß) steht eine gesunde Portion Einweisung. Schließlich ist die Ausrüstung beim Climbing das A & O, gemäß dem Motto “Runter kommen sie Alle” möchte man ja auch heil runterkommen. Aber wenn´s dann losgeht, ist es einfach nur Spaß pur und auch superanstrengend, denn die Oberarm- und Oberschenkelmuskulatur ist nicht bei Jedem von uns ausgeprägt durchtrainiert. Aber schließlich nicht nur oben anzukommen, sondern auch den Mut aufzubringen, ist neben dem angesagten Gruppen-Spaß die schönste Belohnung.
Wir hatten jedenfalls einen tollen Spaß und vor lauter Lachen haben mir die Bauchmuskeln am meisten wehgetan.
Fazit: Hamburg ist immer eine Reise wert, auch ohne Berge. Und wer Climbing liebt, ist hier gut aufgehoben.
Autor:Sandra aus Alzey










