Nicht nur Sprachreisen nach Italien erfreuen sich großer Beliebtheit – Nein, auch eine Reise mit dem Auto abseits des Brenners über die Alpen, die Grenze nach Norditalien und über die Landstraßen in die sonnige Toskana sollte man sich nicht entgehen lassen. Wir haben uns im Juli 2008 auf die Reise gemacht. Unterwegs sollte unbedingt ein Stopp in einem der hübschen Örtchen am Gardasee eingelegt werden. Spätestens hier ist beim Anblick des türkisblauen Wassers, der Palmen und warmen Sonnenstrahlen, das Gefühl, nun wirklich im Süden und im Urlaub zu sein, unvermeidlich. Da mein Freund und ich es nicht so überlaufen mögen, hat uns die westliche Seite des Gardasees besonders gut gefallen. Die Straße bietet einen großartigen Blick auf den See und zwischendurch gibt es immer wieder Parkbuchten, an denen das Auto stehen gelassen werden kann. Steigen Sie dann einen der ausgetretenen Pfade hinunter um an ein einsames Plätzchen direkt am See zu gelangen und sich mit einem Bad im See zu erfrischen oder wenigstens die Füße einmal ins kühle Wasser zu halten.
Die breite Südseite und auch das östliche Ufer des Sees sind bevölkert mit vielen Touristenörtchen, in denen man alles findet, was man benötigt. Vom leckereren “Pasticcini” (Gebäck) für zwischendurch über typische Souvenirs bis hin zum Hotel- oder Pensionszimmer zum Übernachten.
Ein Tagesausflug nach Verona lohnt sich ebenfalls. Im Sommer bietet sich nachmittags eine Siesta in einem der Cafés in den schattigen Seitengassen an, bevor es mit dem Besichtigen der Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel Veronas Amphitheater oder das mittelalterliche Castelveccio, weitergeht.
Und in der toskanischen Stadt Siena sollte unbedingt ein Besuch eingeplant werden! Vor allem die Bezeichnung des Piazza del Campo als “einen der schönsten Plätze Italiens” fanden wir durchaus angebracht. Es ist ein muschelförmiger Platz im Zentrum der Stadt. Am Platz befindet sich auch das Rathaus und der “Fonte Gaia” – ein Brunnen, der bereits im Jahre 1409 erstellt wurde. In Siena selbst findet zweimal jährlich das berühmte “Palio di Siena” statt – ein Pferderennen direkt auf dem Piazza del Campo. Dies scheint ein großes Spektakel zu sein, bei dem die 13 Stadtteile gegeneinander antreten. Leider hatten wir nicht das Glück, uns grade an dem Wochenende in der Toskana zu befinden, da wir sonst auf jeden Fall dabei gewesen wären. Rund um den Platz befinden sich viele Bars und Restaurants, wobei wir die Preise entgegen unserer Erwartungen moderat empfanden. Viele Menschen sitzen auch direkt auf dem Platz und man kann sich dazu setzen, eine Pause einlegen und die Sonne und den Trubel drum herum genießen. Auch der ganz in schwarz-weiß gehaltene Dom Sienas ist beeindruckend und der kleine Eintrittspreis für die Innenbesichtigung lohnt sich. Abends wandelt sich das Passantenbild dann insofern, dass nun auch viele Sieneser unterwegs sind, wenn die Hitze sich etwas verflüchtigt hat. Die Stimmung ist abends besonders schön.
Am besten lässt sich solch eine Autotour verbinden mit einem anschließenden Aufenthalt in einem Ferienhaus. Wir hatten ein einsam gelegenes Ferienhaus zwischen Wald und Olivenhainen ausgesucht und konnten dort herrlich entspannen. Dabei war es nicht weit für Ausflüge ans Meer oder in hübsche mittelalterliche Dörfer und Städtchen. Am Strand am Meer in dem Ort “Baratti” waren wir am liebsten. Der Strand ist, nachdem man sein Auto auf einem der angelegten Parkplätze abgestellt hat, mit einem kurzen Spaziergang durch ein Pinienwäldchen zu erreichen. Hier am letzten Abend den Sonnenuntergang über Italiens Meer zu genießen ist sicher eine der schönsten Möglichkeiten einen herrlichen Urlaub abzuschließen.
Weitere Informationen zu Flüge in den Urlaub.
Reisezeitraum: 20. Juli bis 03. August 2008 – Ferienhaus
Tags: Erlebnis, Europa, Ferienhaus, Hotel, Italien, Urlaubsbericht