Bei einer Kletterwoche in Champéry geht´s meistens aufwärts

Wer wie ich im Urlaub einfach nicht still sitzen kann, dem sei eine Kletterwoche in Champéry in den Schweizer Alpen ans Herz gelegt. Champéry ist ein ausgesprochener Urlaubsort im Wallis, wo es im Winter brummt wie in einem Bienenstock. Unterkünfte gibt es reichlich im Sommer und für jeden Geldbeutel. Südlich von Genf gelegen treffen sich in der schneefreien Zeit Mountain- und Trail-Biker hier sogar zur Weltmeisterschaft und halt die Kletter-Verrückten wie ich. Aber mal ehrlich: Was ist eine toll ausgestattete Kletterwand in Hamburg gegen das “Kraxeln” am Felsen, in der frischen Luft und inmitten dieses gewaltigen Bergpanoramas? Grüne Hänge wechseln hier mit massiven Gesteinswänden und sowohl bei Sonnenschein als auch bei tief hängenden Wolken (immerhin liegt die Kletterwand 1500m hoch) ist der Ausblick bombastisch. Champéry bietet seinen Gästen einen 40 m hohen Felsen aus Kalkstein, versehen mit verschiedenen Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade zwischen 3+ bis 7b. Sogar an Familien mit Kindern wurde dabei gedacht und einfacherer Varianten angelegt. Früh übt sich was ein Meister werden will! Und wer sich lieber in erfahrene Hände begibt, dem sei die geführte Kletterwoche des ortsansässigen Sportclubs Onu empfohlen. Angefangen von den wichtigen Einweisungen auch in Sicherheitsgeschichten wie das Sichern des Partners, dem “Trocken-Üben” an der vereinseigenen Kletterwand bis hin zu den geführten Kletterausflügen auf dem Barme hat man in der Gruppe viel Spaß. Auch ohne Vorkenntnisse hat man so bei bester Betreuung schon bald das erste Erfolgserlebnis. Aber ausprobieren müsst Ihr’s schon selbst!

Autor: Philip aus Kassel

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Joggen am Strand – Fitnesstraining und Meditation zugleich

Ich fahre regelmäßig im Urlaub ans Meer – am liebsten nach Frankreich. Im Frühsommer locken mich die weiten Sandstrände der Bretagne, im Herbst freue ich mich über die lauen Tage im Languedoc-Roussillon.
Ein schöner Nebeneffekt dabei ist, dass der tägliche Ausdauersport am Meer viel mehr Spaß macht, als zu Hause. Joggen am Strand ist Erholung pur. Die beste Zeit ist entweder morgens, wenn die Sonne gerade aufgeht oder abends, wenn die Badegäste aufgebrochen sind und langsam wieder Ruhe einkehrt.
Du läufst barfuß über den nassen Sand, während die Brandung einen feinen Nebel erzeugt. Die Luft ist voll von kleinsten Wasserteilchen und dem Geruch von Salz und Tang. Jeder Atemzug ist ein Genuss. Mit der Zeit nimmt einen das Geräusch der anbrandenden Wellen ganz gefangen. Es ist schon beinahe so etwas wie eine meditative Stimmung, die dann aufkommt. Ein angenehmes Gefühl von Ruhe und Frieden.
Neben der Entspannung hat Joggen am Strand auch einen sportlichen Effekt. Es ist nämlich wesentlich anstrengender, durch den Sand zu laufen, als beispielsweise auf einem gut federnden Waldboden. Dadurch ist Joggen am Meer eine ausgezeichnetes Konditionstraining. Wer es ausprobieren möchte, sollte mit einer kleinen Runde anfangen und sich dann langsam steigern. Sonst erwacht er am nächsten Morgen wie ich mit einem Mords Muskelkater.
Zum Schluss noch eine Bemerkung zum Barfußlaufen. Ich praktiziere es schon seit Jahren erfolgreich, aber leider besteht der Strand nicht nur aus Sand. Vom Angelhaken über Muscheln bis hin zu Glasscherben und anderem unliebsamem Treibgut ist mir schon einiges begegnet. Das kann einem Jogger schon mal unangenehme Verletzungen zufügen. Daher würde ich besonders an sehr überlaufenen Strandabschnitten doch eher zu Schuhen raten.

Autor: Jenny aus Duisburg

 

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Auf den Spuren von Napoleon und den korsischen Hirten

Unser diesjähriger Freundinnen-Ausflug sollte mal was ganz Anderes werden. Jedes Jahr sind wir für eine Woche gemeinsam ohne Männer on Tour. Wir, das sind vier ehemalige Schulfreundinnen, heute in alle Winde verstreut. Diese Woche ohne Männer ist unser persönliches Highlight und deshalb waren wir um so skeptischer über den ersten Vorschlag “Wanderurlaub auf Korsika”. Schließlich ist diese Insel nicht gerade so bekannt. Ich kenne sie nur aus Erzählungen meines Ex von seinem Taucherurlaub. Also war gute Planung vorab unabdingbar.

Bei der Ankunft war das Wetter etwas durchwachsen. Aber bereits einige Stunden später lernten wir den besonderen Reiz dieser Mittelmeerinsel kennen. Hier gibt es keine angelegten Wanderrouten, aber das scheinbare Querfeldein der Trampelpfade korsischer Hirten ( hatten wir uns im Internet auserkoren ) war ein völlig neues Lauferlebnis. Gutes Schuhwerk ist hier unbedingt erforderlich. Die Landschaft von Korsika ist so wild und ursprünglich. Die Wanderungen durch Gebirge und vorbei an glasklaren Bergseen haben wir zunächst als geführte Tour gebucht. Das erschien uns beim ersten Besuch auf Korsika einfach sicherer. Und auf diesem Weg hatten wir auch den Vorteil, dass unser Führer Kontakt zu Einheimischen ermöglicht hat.
Für geübte Wanderer wird der 150km lange Fernwanderweg GR 20 gerühmt, den wir allerdings nicht gegangen sind. Unsere Wege führten uns an den Küsten entlang, wo wir die fantastische Steilküste bei Bonifacio bewundert haben. Ganz toll war auch Ajaccio. Hier wurde Napoleon geboren und wir sind seinen Spuren gefolgt.

Korsika war eine Reise wert. Für die unzähligen Wanderwege kann man getrost mehr als zwei Wochen planen oder einen weiteren Besuch im nächsten Jahr.

Autor: Jenny aus Duisburg

 

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