Radeln auf Kreta mit Freunden: eine Mords-Gaudi

Für alle, die sich im Urlaub aktiv betätigen wollen, möchte ich aus eigener Erfahrung die Insel Kreta empfehlen. Wir haben dort in einer Gruppe mit Freunden einen wirklich tollen Radurlaub gemacht. Wir haben dabei ein Internetangebot für Gruppenreisen genutzt, um auch möglichst viel von der Insel zu sehen. Und da bietet sich der Service einfach an. Im Angebot mit dabei waren die Übernachtung in durchweg sehr angenehmen Hotels mit jeweils Frühstück, stabile Drahtesel mit guter Ausstattung und zwei deutsche “Vorradler”.

Ein Begleitbus war auch inklusive. Er hatte außer Ersatzrädern auch unser Gepäck an Bord. Außerdem war so die Möglichkeit gegeben, bei Bedarf auf den Bus umzusteigen. Aber ich kann sagen, dass die Routen wohlbedacht waren und uns nicht allzu viel abverlangten. Schließlich stand ja der Spaß im Vordergrund und nicht eine Kilometerleistung. Die geführte Radwanderung war durchaus angeraten, denn wir haben so wunderschöne Ecken von Kreta gesehen, die man bei eigener Internetplanung vornweg nie finden würde. Einheimische Gaststätten für die Verpflegung gibt es überall. Kleine Pausen zwischendurch für Erinnerungsfotos konnten wir immer machen und außerdem wurden die Tage durch einzelne Ausflüge ohne Rad aufgelockert (unsere “rückwärtige Muskulatur” hat es uns gedankt!).

Wir haben so stolze 450 km in zwei Wochen zurückgelegt und die Zeit verging wie im Flug. Ein Rat noch, der eigentlich logisch ist: vermeiden sollte man die Hitzezeit im Sommer. Auch wenn´s bei uns schon kühl ist, ist ein Radurlaub auf Kreta immer noch toll!

Autor: Julia aus München

Tags: , , , , ,

Kommentare lesen (0)

Wandern auf Kreta – auf Entdeckungstour in einer unberührten Wildnis

Wer sagt, dass die griechischen Inseln den Badefreudigen und den Kulturreisenden vorbehalten sind, hat übersehen, was für eine tolle Wanderregion diese Insel ist! Mein Mann und ich kommen schon seit sieben Jahren immer wieder her, weil es uns so gut gefällt. An Kreta reizt uns das Unverfälschte und Echte am Wandern. Hier ist es noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass Wanderwege gut ausgeschildert und dokumentiert für Jedermann sichtbar zu finden sind. Wer diese Insel zu Fuß erkunden möchte, braucht neben guter Ausrüstung auch einiges an Feingefühl und Spürsinn, um die versteckten Pfade überhaupt entdecken und verfolgen zu können. Das ist nicht immer ganz ungefährlich, da die Landschaft rau und zerklüftet ist. Schnell ist ein Wanderer vom Weg abgekommen und hat sich in den Schluchten und Hügelketten hoffnungslos verirrt.
Kreta-Anfängern würde ich daher zu geführten Wanderungen mit einem Einheimischen Führer raten. Das gibt euch einen intensiven ersten Eindruck von Land und Leuten und schärft den Blick fürs Wesentliche.
Wer auf eigene Faust losziehen möchte, sollte vor allem den Westen der Insel näher ins Auge fassen. Die Lefka Ori (Weißen Berge) sind auch heute noch ein recht einsames Naturparadies und an Wildheit kaum zu überbieten. Auch sehr lohnenswert ist die Samariaschlucht im Südwesten und der Aufstieg auf den 2453m hohen Berg Pachnes. Von dort hat man eine atemberaubende Rundumsicht, die ihresgleichen sucht.
Nicht weniger spektakulär, aber wesentlich zahmer geht es im Ostteil der Insel zu. Zum Beispiel im „Tal der Toten“, einer Schlucht, die sich von Zakros nach Kato Zakros erstreckt und Wanderern auf recht sicheren Pfaden die kretische Landschaft näher bringt.
Das sind nur einige schöne Highlights, die es auf Kreta zu erforschen gibt. Wer einmal dort gewandert ist, wird es bestimmt wieder tun. Denn die schöne Wildheit der Insel zieht einen unweigerlich in ihren Bann.

Autor: Julia aus München

Tags: , ,

Kommentare lesen (0)

Wanderurlaub auf Paros – tolle Landschaften ohne Massentourismus

Wie aktiv muss man eigentlich im wohlverdienten Urlaub sein? Ganz ehrlich bin ich diesbezüglich ein ganz fauler Hund. Meine Aktivitäten “während der schönsten Zeit des Jahres” beschränken sich für gewöhnlich auf Schlafen (lang und viel), Essen (viel und lecker) und Strandbesuch (gemütlich und ausdauernd). Alles andere erscheint mir als Frevel.
Dieses Jahr nun hatte ich mich breitschlagen lassen, zumindest einen Teil meiner kostbaren Zeit fürs Wandern zu opfern. Was tut man nicht alles für den häuslichen Frieden. Und so haben wir ein Ziel gesucht, dass uns beides versprach: Aktivität und Ausruhen. Eine pfiffige Mitarbeiterin des hiesigen Reisebüros brachte uns auf die griechische Insel Paros und das Städtchen Parikia. Was die Dame berichtete, machte durchaus Appetit auf mehr.
Von der Hauptstadt und Hafenstadt Parikia aus haben wir den Bus genutzt, um nach Lefkes zu kommen. Die wunderschöne Kirche des Ortes ist auch nach einer längeren Strecke für Wanderungen noch ein Orientierungspunkt. Von dort aus haben wir das Schmetterlingstal Petaloudes angesteuert (eher ne Frauen-Geschichte, aber durchaus beeindruckend, wenn alle Bäume vollhängen mit orangefarbenen Schmetterlingen). Weiteres Tagesziel war der Berg Agios Pantes. Oben angekommen (750m) hat man bei klarem Wetter einen scheinbar endlosen Ausblick auf alle umliegenden Kykladeninseln. Den Rest der Woche sind wir mehr oder weniger aufs Geratewohl marschiert, Paros ist überall schön.
Feste Schuhe sind natürlich ein Muss, denn oftmals geht es über Trampelpfade und Muliwege durch eine typisch südländische Landschaft. Auch sollte man sich vorab erkundigen, inwieweit Verpflegung unterwegs möglich ist. Ansonsten einfach alles in den Rucksack und unterwegs ein Picknick mit griechischen Spezialitäten veranstalten.
Meine zweite “Ausruhwoche” hab ich mir mehr als redlich “erwandert”. Aber ich hab es auch nicht bereut, dass ich mehr von Paros gesehen habe als die nächste Kneipe und mein Bett.

Autor: Tim aus Berlin

Tags: , ,

Kommentare lesen (0)