Wandern auf Madeira: Tropische Fülle – Blumen in XXL
Madeira, die ewig jugendliche Insel 750 Kilometer vor Afrikas Küste, präsentiert sich zu jeder Jahreszeit als ideales Ziel für idyllische Wanderungen. Selbst die Sommer sind erträglich, denn wegen ihrer Lage im Atlantik geht ein stetiger Wind entlang der Hügel, der Buchten und der Waldwege. Für Wanderungen eignet sich ganz besonders der Norden Madeiras, doch da die meisten Besucher in Funchal ankommen, sei hier auf ein besonderes Highlight aufmerksam gemacht: auf die Quinta Jardins do Lago in den Hügeln oberhalb Madeiras Hauptstadt. Das 1850 erbaute Herrenhaus beeindruckt durch seinen mit zahllosen exotischen Pflanzen bewachsenen Park, durch seine illustren Gäste (Helmut Schmidt war hier, Winston Churchill und Peter O’Toole, der britische Schauspieler) und durch Colombo, die riesige, aber handzahme Galapagos-Schildkröte. Eine Wanderung durch die Quinta führt ein in den üppigen Reichtum von Madeiras Flora. Und wenn Sie Glück haben, begleitet Hotelmanager Duarte den Gast mit kundigen Erklärungen auf seinem Gang durch den Park.
Wandern entlang der Levadas: Der Norden Madeiras ist der Wasserspeicher der Insel. Hier fällt relativ häufig Regen, hier finden sich viele Quellen, deren Wasser in Steinkanälen aufgefangen und in sanftem Gefälle zu nahezu allen Punkten der Insel gebracht wurde und noch immer wird. Diese Steinkanäle, Levadas genannt, wurden im 15. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven angelegt und bedurften ständiger Instandhaltung, weswegen entlang der Kanäle schmale Wege entstanden. Auf diesen Wegen heute über die Insel zu wandern gleicht einem Spaziergang durchs Paradies: Immer wieder öffnet sich der Ausblick aufs Meer, dann wieder fühlt man sich am Ende der Welt, so still geht es zu auf den Wanderwegen und so einsam …
Autor: Philip aus Kassel










