Wandern auf Kreta – auf Entdeckungstour in einer unberührten Wildnis

Wer sagt, dass die griechischen Inseln den Badefreudigen und den Kulturreisenden vorbehalten sind, hat übersehen, was für eine tolle Wanderregion diese Insel ist! Mein Mann und ich kommen schon seit sieben Jahren immer wieder her, weil es uns so gut gefällt. An Kreta reizt uns das Unverfälschte und Echte am Wandern. Hier ist es noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass Wanderwege gut ausgeschildert und dokumentiert für Jedermann sichtbar zu finden sind. Wer diese Insel zu Fuß erkunden möchte, braucht neben guter Ausrüstung auch einiges an Feingefühl und Spürsinn, um die versteckten Pfade überhaupt entdecken und verfolgen zu können. Das ist nicht immer ganz ungefährlich, da die Landschaft rau und zerklüftet ist. Schnell ist ein Wanderer vom Weg abgekommen und hat sich in den Schluchten und Hügelketten hoffnungslos verirrt.
Kreta-Anfängern würde ich daher zu geführten Wanderungen mit einem Einheimischen Führer raten. Das gibt euch einen intensiven ersten Eindruck von Land und Leuten und schärft den Blick fürs Wesentliche.
Wer auf eigene Faust losziehen möchte, sollte vor allem den Westen der Insel näher ins Auge fassen. Die Lefka Ori (Weißen Berge) sind auch heute noch ein recht einsames Naturparadies und an Wildheit kaum zu überbieten. Auch sehr lohnenswert ist die Samariaschlucht im Südwesten und der Aufstieg auf den 2453m hohen Berg Pachnes. Von dort hat man eine atemberaubende Rundumsicht, die ihresgleichen sucht.
Nicht weniger spektakulär, aber wesentlich zahmer geht es im Ostteil der Insel zu. Zum Beispiel im „Tal der Toten“, einer Schlucht, die sich von Zakros nach Kato Zakros erstreckt und Wanderern auf recht sicheren Pfaden die kretische Landschaft näher bringt.
Das sind nur einige schöne Highlights, die es auf Kreta zu erforschen gibt. Wer einmal dort gewandert ist, wird es bestimmt wieder tun. Denn die schöne Wildheit der Insel zieht einen unweigerlich in ihren Bann.

Autor: Julia aus München

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